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Qal’at al-Bahrain und das Fort von Bahrain

von Redaktion

Im Königreich Bahrain auf der Arabischen Halbinsel, nördlich der Hauptstadt Manama, findet sich ein imposanter Ruinenhügel, der einst das Hauptzentrum der Dilmun-Hochkultur war. Seine einzelnen Schichten erzählen eine Kulturgeschichte, die bis in das 3. Jahrtausend v. Chr. zurückreicht. Die archäologische Ausgrabungsstätte Qal‘ at al-Bahrain wurde 2005 zum UNESCO-Welterbe ernannt. Wer diesen magischen Ort auf Reisen oder im Urlaub in Arabien aufsucht, wandelt im wahrsten Sinne des Wortes auf den Spuren großer Kulturen und Herrscher.

Fort Qal‘ at al-Bahrain – Geschichte der Sehenswürdigkeit

Ruinen von Fort von Bahrain in Manama160.000 Hügelgräber birgt Bahrain, deren Krönung das Fort Qal‘ at al-Bahrain ist, das unter der portugiesischen Herrschaft im 16. Jahrhundert entstand. Die wechselvolle Geschichte, die aus den Gesteins-Schichten von Qal‘ at al-Bahrain hervorgeht, reicht bis in das 3. Jahrtausend v. Chr. zurück.

Zu dieser Zeit lebte und wirtschaftete die Dilmun-Kultur auf der Insel, die hier ihre Hauptstadt mit Stadtmauer, Wohnanlagen und Vorratsspeichern errichtete, auch ein natürlicher Hafen war einst vorhanden. Der antike Ort galt als Handelsplatz und wirtschaftliches Zentrum.

Aus dem 15. Jahrhundert v. Chr. existieren Fundamente eines Palastes, der von den Kassiten errichtet wurde. Auch Zeugnisse persischer, griechischer, sassanidischer und osmanischer Herrschaft finden sich an diesem bedeutenden Ort. Das letzte Relikt, das sich imposant aus der Landschaft erhebt, ist das Fort Bahrain, das die Portugiesen im 16. Jahrhundert erbauten.

Ausgrabung des Forts von Bahrain in ManamaDie Festung wurde von einer 12 Meter hohen Außenmauer umgeben, an der sich ein Wassergraben befand. Durch eine Zugbrücke gelangte man in das 600 x 300 Meter große Areal, welches die portugiesische Bauarchitektur in Perfektion widerspiegelte und dabei auch viele andere kulturelle Einflüsse vereinte. In den Palmenhainen rund um das Fort, in denen sich Nebengebäude befanden, blühte die Oasenwirtschaft, die sich in erster Linie auf die Dattelzucht konzentrierte. Das mit Kanonen geschützte Fort erlaubte den Portugiesen die Kontrolle zahlreicher bedeutender Seehandelswege im Persischen Golf. Seine Ruinen sind heute eine Sehenswürdigkeit in Manama City.

Die Ausgrabungen in Qal‘ at al-Bahrain, die 1954 begonnen haben, dauern bis heute an, denn immer noch sind zahlreiche Geheimnisse unter der Erde zu bergen. Am Fort befindet sich auch ein kleines Museum, das den Besuch der historischen Stätte mit zahlreichen Informationen untermauert.

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