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Das Israel Museum in Jerusalem

von Redaktion

Hinter hochmoderner Architektur verbergen sich die geschichtlichen und biblischen Schätze des heiligen Landes Israel. Das Israel Museum als Nationalmuseum genießt einen weltweit hohen Stellenwert und das nicht nur wegen der antiken Schriftrollen vom Toten Meer. Hier dürfen Besucher auf einer Fläche von ca. 50.000 Quadratmeter wandeln und sich in den thematisch gegliederten Abteilungen ins Staunen versetzen lassen. Der angrenzende Gartenbereich umfasst eine Fläche von etwa 24.000 Quadratmetern und bietet eine Fülle weiterer Highlights.

Das Israel Museum: von den Anfängen bis heute

Seit der Gründung im Jahre 1965 durch den ehemaligen Bürgermeister Teddy Kollek hat sich jede Menge im Nationalmuseum Israels getan. Die Anlage befindet sich unweit des Parlamentes in Jerusalem. Kontinuierlich wurde das Museum erweitert, was auch den zahlreichen Zuwendungen, Spenden und Förderern zu verdanken ist. Mit einem sagenhaften Bestand von ca. 500.000 Objekten zählt das Israel Museum auch zu den umfangreichsten Ausstellungshäusern weltweit. Das Museum wird im Wesentlichen in die Abteilungen Archäologie, Jüdisches Leben und Jüdische Kunst sowie Kunst allgemein unterteilt.

Der Schrein des Buches – Die Schriftrollen vom Toten Meer

Der avantgardistisch gestaltete Schrein des Buches zieht schon allein durch seine Architektur alle Blicke auf sich. Er zählt zur Archäologieabteilung, ist aber ein eigenständiger Flügel auf dem Museumsgelände. Im Inneren warten unglaubliche Schätze der Menschheit: Die legendären Schriftrollen vom Toten Meer, deren älteste Exemplare aus dem 3. Jh. v. Chr. stammen. Auch der Aleppo Codex, eines der wichtigsten Bibel-Manuskripte, wird hier verwahrt.

Gleich neben dem Schrein des Buches befindet sich ein weiteres Highlight: Das Modell des Zweiten Tempels. Eindrucksvoll wurde hier die Konstruktion der Stadt Jerusalem inklusive Herodestempel zur Zeit des großen Aufstandes etwa 70 n. Chr. gegen die Römer nachempfunden. Der Aufstand gipfelte in der totalen Zerstörung von Stadt und Tempel.

Billy Rose Kunstgarten

Gartenarchitektur mit ZEN-Charakter und Kunst vereinen sich im Billy Rose Kunstgarten, der ebenfalls zu den herausragenden Ausstellungspunkten des Israel Museums zählt. Halbmondförmige und rechteckige Terrassen, umgeben von Feldsteinmauern, bilden die Flächen für eine Fülle an Skulpturen renommierter Bildhauer, darunter Picasso, Rodin und Moore, und spiegeln gleichzeitig auch die Aufteilung des großen Museumsareals wieder. Der Bildhauer Isamu Noguchi hat mit diesem Garten, der auch als kultureller Veranstaltungsort vielfach genutzt wird, eines seiner bedeutendsten Meisterwerke geschaffen.

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