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Ausgrabungsort Megiddo

von Redaktion

Die antike Stadt Megiddo am Jezreel Tal in Galiläa ist heute als Nationalpark und UNESCO Weltkulturerbe ein besonderer Anziehungspunkt für einen Israel-Urlaub. Der Ort, der mit dem biblischen Armageddon gleichgesetzt wird, fasziniert durch imposante Funde und seine spürbare Mystik.

Ist Meggido das biblische Armageddon?

Archäologisch betrachtet, gilt Megiddo als eine der wichtigsten Forschungsstätten in Israel und im Nahen Osten, auch im Hinblick auf die biblische Geschichte. So wird der Hügel von Megiddo im Neuen Testament (Apokalypse des Johannes) als der Ort bezeichnet, an dem sich Gut und Böse das finale Gefecht liefern. Im allgemeinen Sprachgebrauch steht Armageddon auch für den Weltuntergang oder das jüngste Gericht.

Geschichte von Meggido

Die Ursprünge der Stadt gehen auf das 4. Jahrtausend v. Chr. zurück, als der Ort erstmals besiedelt wurde. Bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. hatte sich Megiddo zu einer befestigten Stadt entwickelt. Die Ägypter erklärten Megiddo 1.000 Jahre später zu ihrem Machtzentrum, um Kanaan zu beherrschen. Die strategisch exzellente Lage am Handelsknotenpunkt zwischen Damaskus und Ägypten machte Megiddo immer wieder zu einem umkämpften Ort der Machtverhältnisse zwischen Israel und Ägypten. Zu den großen Eroberern und Herrschern der Stadt zählen König David und sein Sohn Salomon. Israeliten, Assyrer und Perser nahmen Megiddo im Laufe der Geschichte ein, bis sie schließlich 918 v. Chr. zerstört wurde.

Meggido ist eine sehr bedeutende Ausgrabungsstätte

Anfang des 20. Jahrhunderts stießen deutsche Forscher und Archäologen auf den Megiddo Hügel, die ersten Ausgrabungen begannen in den 1960er und 1970er Jahren. Heute befindet sich im Nationalpark Megiddo ein Museum, in dem sich die Ausgrabungen anhand von Modellen und visuellen Präsentationen nachverfolgen lassen. Die Funde, die zu bestaunen sind, reichen von der Jungsteinzeit bis zur Perserzeit. Während der wechselvollen Herrschaftsgeschichte in Megiddo wurden zahlreiche Bauwerke errichtet, von denen einige Ruinen ebenfalls bei den Ausgrabungen zu Tage kamen. Dazu zählen der Palast von Megiddo, das Tor Salomons, antike Stallgebäude und Kornspeicher sowie ein gigantisches, unterirdisches Wassersystem, das vermutlich zur Zeit König Davids entstanden ist. Highlight des Nationalparks sind die massiven Tore aus der Bronzezeit.

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